DFB-Stimmen: "Diese Gegner sind nicht der Gradmesser"

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Die deutsche Nationalmannschaft hat einen 8:0-Kantersieg über Estland gefeiert und damit alle drei bisherigen Spiele in der EM-Qualifikation gewonnen. Zugleich ist es der zweithöchste Sieg in der deutschen EM-Quali-Geschichte. Allein der 13:0-Triumph über San Marino 2006 fiel höher aus. (Das Spiel zum Nachlesen im TICKER)

Die Spieler verabschieden sich zunächst in den Urlaub, ehe es im September gegen Nordirland und die Niederlande weitergeht. (Spielplan und Ergebnisse der EM-Qualifikation)

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SPORT1 fasst die Stimmen von RTL und aus der Mixed Zone zusammen. (Tabellen der EM-Qualifikation)

Marcus Sorg (Interims-Bundestrainer): “Das hätte nicht viel besser laufen können. Die Begeisterung der Mannschaft war ausschlaggebend. Wir wollten die Zuschauer begeistern, das ist uns gelungen. Solch eine Leistung ist nur mit Zusammenhalt und Motivation möglich. Ich bin sicher, der Jogi wird zufrieden sein.”

Reus: Wollten mehr Tore schießen

Marco Reus: “Ich bin sehr glücklich. Wir haben uns heute vorgenommen, dass wir ein paar mehr Tore schießen als gegen Weißrussland. In den ersten zwanzig Minuten haben wir das auch gezeigt. Estland stand sehr tief, aber wir hatten einen guten Rhythmus von Beginn an. Unser Passspiel war gut und wir haben durch unsere Torchancen direkt die Tore gemacht.”

… über sein Freistoßtor: “Wahrscheinlich war es mein schönstes Länderspieltor. Wenn ich es jetzt noch mal sehe, muss ich schon sagen, dass es wahrscheinlich das schönste war.”

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… ob er weiterhin mit Serge Gnabry und Leroy Sané spielen werde: “Man wird sehen, ob wir uns vorne schon festgespielt haben. Die beiden Gegner waren jetzt nicht der Gradmesser. Wir hatten viele Trainingseinheiten und die beiden Spiele, um in den Rhythmus zu kommen, um uns besser kennenzulernen. Das hat heute schon wesentlich besser geklappt als noch vor wenigen Tagen. Aber wir müssen realistisch bleiben und wissen, dass wir das Gleiche gegen Holland bieten müssen.”

Neuer: “Den Gegner einfach niedergespielt”

Manuel Neuer: “Ich bin sehr zufrieden mit der Mannschaftsleistung. Wir können stolz sein, was wir in den beiden Länderspielen gezeigt haben. Wichtig war, dass wir ein frühes Tor machen, dann hat man gemerkt, dass es leicht von der Hand geht, dass wir einen tollen Spielfluss hatten, dass wir eine gute Feld- und Positionsbesetzung hatten und den Gegner einfach niedergespielt hatten.”

… über den Konkurrenzkampf mit Marc-André ter Stegen: “Bei uns im Fußball wird immer diskutiert. Wir sind ein Fußball-Land, da darf natürlich jeder seine Meinung sagen. Das darf uns in der Arbeit aber nicht stören. Wir sind eine Mannschaft, auch die Torhüter untereinander, und wir arbeiten daran, dass wir uns verbessern, und deswegen ist ein gesunder Konkurrenzkampf immer wichtig.”

… über den DFB-Umbruch: “Wir haben uns gesteigert. Wir haben ein tolles Spiel gegen Holland gemacht. Wir haben diese beiden letzten Spiele solide und seriös runtergespielt, verdient gewonnen. So kann es natürlich weitergehen. Wir hoffen, dass wir weiter an uns arbeiten, viel lernen und im Sommer eine super Mannschaft aufgebaut haben.”

Leon Goretzka: “Es hat sich schon im ersten Spiel und im Training angedeutet, dass wir uns immer besser miteinander abstimmen. Gerade dann, wenn es eng wird, es ist es vonnöten, schnelle, kurze Pässe zu spielen. Ich denke, das ist heute gut gelungen.”

… über den Umbruch: “Der Umbruch ist noch lange nicht abgeschlossen. Es ist noch viel zu früh, da sind noch immer Dinge, die verbessert werden müssen. Gerade solche Spiele sind aber gut, um das entstandene Videomaterial zu analysieren, Dinge zu trainieren und zu optimieren. Es kommen noch andere Aufgaben und bis dahin müssen wir noch einiges verbessern.”

… über seine Stärken: “Nach vorne in die Spitze zu gehen ist eine meiner Stärken. Es ist das, was ich dem Spiel mitgeben kann. Gerade gegen tiefstehende Gegner. Aber ich bin nicht der einzige Spieler, der in die Spitze geht.“

… über die nächsten Gegner: “Wir haben uns noch keine Gedanken gemacht über Nordirland und Holland. Wir haben uns voll auf diese beiden Gegner konzentriert. Jetzt geht es erst mal in den Urlaub. Das war für uns alle hier kein leichter Lehrgang. Nachdem viele schon im Urlaub waren, jetzt noch mal hochzufahren. Es wichtig, dass wir jetzt alle mal die Füße hochlegen, dann sammeln wir uns. Natürlich sind Spiele wie gegen Nordirland und Holland etwas Besonderes und dann wollen wir alles auf den Platz bringen, was wir in den vergangenen Wochen gelernt haben.”

Draxler: “Müssen alle ins Boot holen”

Julian Draxler: “Wir haben viele personelle Änderungen vorgenommen. Wir haben ganz frischen Wind jetzt in der Mannschaft. Vorher war auch nicht alles schlecht, wir hatten auch viele schöne Jahre, deswegen geht mir das manchmal ein bisschen zu schnell. Jetzt sieht man, dass die Jungs hungrig sind. Die wollen sich zeigen, die wollen mit aller Macht in die Mannschaft, deswegen haben wir so ein Spiel abgeliefert. Auch die Jungs, die auf der Bank sitzen brennen und wollen sich zeigen. Das hat das Stadion gespürt.”

… über die Stimmung: “Die Stimmung war heute sehr, sehr gut. Deswegen hat es heute sehr viel Spaß gemacht. Das ist immer ein Geben und Nehmen, wenn wir auf dem Platz nichts liefern, ist die Stimmung auch dementsprechend. Heute war es absolut super. Natürlich haben wir unseren Teil dazu beigetragen. Wir müssen alle ins Boot holen, dass wir die Euphorie wieder neu entfachen.”

Joshua Kimmich: “Es hat heute sehr viel Spaß gemacht. Klar war der Gegner nicht top, aber trotzdem haben wir das richtig gut gemacht. Vor allem in der ersten Halbzeit haben wir mit wenigen Kontakten gespielt, schnell gespielt. Die Fans haben gemerkt, dass wir Bock auf Fußball haben, dass wir Bock darauf haben, viele Tore zu erzielen, dass wir eine gewisse Spielfreude und Leidenschaft reinbringen wollten. Und das haben wir heute gezeigt, die Stimmung war gut, alle hatten Spaß – bis auf den Gegner.”

… über die Breite des Kaders: “Im Trainingslager wurde sehr gut gearbeitet. Man sieht, dass wir eine sehr gute Qualität haben, besonders in der Breite. Wenn man sieht, wer da reinkommt. Julian Draxler hat zwei vorbereitet, der Timo (Timo Werner; Anm. d. Red.) hat eins gemacht,  der Halsti (Marcel Halstenberg; Anm. d. Red.) hat noch eins vorgelegt. Also es ist ganz egal, was da von der Bank noch kommt. Da ist sehr viel Qualität. Oftmals ist es so, dass man nur noch wechselt, wenn nichts mehr schiefgehen kann, und hier kann man wechseln, um das Spiel zu entscheiden, das Spiel zu verändern.”

Source: sport1.de