Nächste VfB-Pleite! Badstuber entschuldigt sich via Twitter

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Aufstiegsfavorit VfB Stuttgart rutscht in der 2. Bundesliga in die erste Krise der Saison.

Die Schwaben verloren nach ihrer Heimniederlage vor der Länderspielpause gegen den SV Wehen Wiesbaden am Sonntag auch gegen Holstein Kiel zu Hause mit 0:1 (0:0).  (Das Spiel im TICKER zum Nachlesen)

104 Sekunden vor dem Siegtor der Gäste durch Lee Jae Sung (55.) hatte Ex-Nationalspieler Holger Badstuber beim VfB wegen eines taktischen Foulspiels die Gelb-Rote Karte gesehen.

Badstuber flucht nach Gelb-Rot

Während der Stuttgarter Innenverteidiger vom Platz schlich, schrie er vor sich hin: „Ihr habt kein Gefühl, ihr pfeift nur nach den Regeln. Ihr seid Muschis geworden!“ Damit waren wohl die Schiedsrichter gemeint, doch der Ex-Nationalspieler hatte mehr als deutlich und lange am Trikot seines Gegenspielers gezogen, sodass die zweite Gelbe Karte durchaus gerechtfertigt war.

Obgleich Badstubers Worte deutlich in den TV-Aufnahmen zu hören waren und auch dem VfB-Coach vorgespielt wurden, wollte sich Tim Walter nach der Partie im Sky-Interview dazu nicht äußern: „Ich will mich selbst davon überzeugen, deswegen kann ich dazu nichts sagen.“

Nach der zweiten Pleite in Folge wollte Walter aber keine Ausreden suchen und sagte nur: „Wir sind der VfB Stuttgart, wir müssen auch mit zehn Mann dominieren!“ Badstuber meldete sich nach dem Spiel via Twitter und entschuldigte sich für seine unschönen Worte, nachdem sich die erhitzten Gemüter wieder beruhigt hatten:

„Hochemotionales Spiel heute. Ich habe mich ungerecht behandelt gefühlt und falsch reagiert“, schrieb Badstuber auf seinem Account. „Das tut mir leid und ich entschuldige mich bei allen Beteiligten. Ich bin meiner Vorbildfunktion nicht gerecht geworden.“

VfB droht auf Rang frei abzurutschen

Stuttgart könnte nach der Pleite gegen Walters Ex-Verein am Montag beim Topspiel von Arminia Bielefeld gegen den Hamburger SV (20.30 Uhr im LIVETICKER) auf den dritten Tabellenplatz abrutschen. (SERVICE: Tabelle der 2. Liga)

Die Highlights der 2. Bundesliga, Sonntag ab 19.30 Uhr in Sky Sport News HD – Die 2. Bundesliga im TV auf SPORT1

Danach geht es in Liga und Pokal innerhalb von drei Tagen zweimal gegen den HSV. Stuttgart bemühte sich gegen Kiel vor 54.176 Zuschauern, vergab jedoch die wenigen guten Torchancen. Silas Wamangituka traf nur die Unterkante der Querlatte (36.).

Torloses Niedersachsen-Derby

Noch schwerer als der VfB tut sich Bundesliga-Absteiger Hannover 96, der gegen den VfL Osnabrück nicht über ein 0:0 hinaus kam und nur einen Punkt vor dem Relegationsplatz 16 liegt. (2. Liga: Hannover 96 – VfL Osnabrück im TICKER zum Nachlesen)

Hannover bleibt mit drei Punkten aus fünf Spielen die schlechteste Heimmannschaft der Liga. Ein Pfostentreffer von Hendrik Weydandt (24.) war die beste Gelegenheit zum Siegtor. Osnabrück liegt auf Platz 14. (SERVICE: Spielplan der 2. Liga)

Gelb-Rot, Tore satt und Last-Minute-Ausgleich

Der VfL Bochum verspielte einen möglichen Schritt aus dem Keller durch ein Last-Minute-Gegentor zum 3:3 (3:2) gegen den Karlsruher SC. (2. Liga: VfL Bochum – Karlsruher SC im TICKER zum Nachlesen)

In Bochum ging es von Beginn an extrem heiß her. Philipp Hofmanns 0:1 (8.) konterte Saulo Decarli (10.) für den VfL fast im Gegenzug. Dann sah KSC-Profi Lukas Fröde (16.) die Gelb-Rote Karte – er hatte auf den ersten Blick anscheinend dem Schiedsrichter nach einer Verwarnung hämisch applaudiert. Dem war aber nicht so.

Auf den zweiten Blick wurde klar, dass Fröde mit seinen Händen nur anzeigen wollte , dass sein Fuß auf den des Gegners klatsche – deshalb auch das „Händeklatschen“. Der Schiedsrichter ließ sich aber nicht umstimmen. In Unterzahl brachte Kyoung Rok Choi (21.) den KSC dennoch in Führung. 

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Danny Blum (29., Foulelfmeter) und Cristian Gamboa (31.) drehten das wilde Spiel, das lange kaum eine Atempause bot: VfL-Torhüter Manuel Riemann parierte gegen Marc Lorenz einen Elfmeter, den er selbst verursacht hatte (49.). Anton Fink (90.+1) gelang tatsächlich noch der erneute KSC-Ausgleich.

Source: sport1.de